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05.09.2017, 12:43

Bilanz der Umweltverbände: Verkehrs-, Agrar- und Klima­politik unter Kanzlerin Merkel ohne Weitblick. Künftige Bun­des­regierung muss um­steuern

„Mit einer Land­wirt­schaft, die die Ge­wässer verseucht, einer Verkehrs­politik, die die Luft ver­giftet und einer Klima­politik, die Wirt­schafts­interes­sen statt des Klimas schützt, liegen die Heraus­forde­rungen auf der Hand. Mit Lippen­bekennt­nissen sind die umwelt­politi­schen Krisen nicht zu bewälti­gen. In der kom­menden Legis­latur­periode müssen end­lich die Ziele, die sich die Bundes­regie­rung ge­setzt hat, in kon­krete Maßnahmen über­setzt werden. Wer jetzt erneut auf die Strate­gie der langen Bank setzt, ohne die Pro­bleme im Kern an­zu­gehen, handelt grob fahr­lässig. So ver­liert nicht nur die Um­welt­politik jede Glaub­würdig­keit, sondern die Politik ins­ge­samt“, sagte DNR-Präsi­dent Kai Niebert. ...

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„Klimawandel trotz Klimahandel?” - Auswirkungen des globalen CO2-Handels

08.11.2010 (20:30 - 22:30)

Veranstalter: BUND für Umwelt- und Naturschutz e.V., Kreisgruppe Kaiserslautern
Ort: Stiftskeller der Stadtsparkasse Kaiserslautern, Stiftsplatz 10 (Eingang von der Fischerstr.)

Informationsveranstaltung (Kurzvorträge und Podiumsdiskussion) zu einem Thema, das wenig in den Medien diskutiert wird, aber auch bei uns viele Unternehmen betrifft und zu globalen (Fehl-)entwicklungen beiträgt!

Was ist CDM?
Durch den Handel mit CO2-Zertifikaten zwischen Industrie- und Entwicklungsländern (CDM) soll kostengünstig Klimaschutz gewährleistet und nachhaltige Entwicklung in ärmeren Ländern gefördert werden. Doch hält der CDM, was er verspricht?

Kurzvorträge:

• Der Ausverkauf des Klimaschutzes. Die unerfüllten Versprechen des CDM
   Manuel Graf, Leitung internationale Umweltpolitik, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND)

CDM for Sustainable Development? - A People's Perspective from India
   Ajita Tiwari, Indisches Netzwerk für Ethik und Klimawandel (INECC)

Bedeutung des C02-Handels für einen regionalen Energieversorger
   Ralf Poll, Leiter Vertrieb und Handel der Pfalzwerke AG

Regionales Handeln am Beispiel der Nachhaltigkeitsstrategie Rheinland-Pfalz
   Prof. Dr. Michael v. Hauff, TU Kaiserslautern

Alle Interessierten sind herzlich willkommen. Im Anschluss an die Kurzvorträge können Fragen an die Referenten gestellt werden und dann wird gemeinsam diskutiert.

Haben Sie schon Fragen oder Kommentare für die Podiumsteilnehmer? Sie können sie auch vorab an uwz-kl@t-online senden!

 

Klimaschutz durch Handel

Wie funktioniert der Emissionshandel unter dem Kyoto-Protokoll?

Das Prinzip des „Cap & Trade“ stellt sicher, dass dabei die Emissionsobergrenzen („Cap“) eingehalten werden, durch das Element des Handels („Trade“) aber offen bleibt, wo diese Emissionen vermieden werden. Denn letztlich ist es für den Treibhauseffekt gleichgültig, an welcher Stelle Emissionen vermieden werden. Die Vertragsstaaten des Kyoto-Protokolls können dabei zur Erfüllung ihrer nationalen Reduktionsverpflichtungen auf folgende Mechanismen zugreifen:
 
Emissionshandel: Der Emissionshandel erlaubt den Kauf und Verkauf von Emissionszertifikaten, so dass ein Staat Zertifikate kaufen kann, wenn er tatsächlich mehr Treibhausgase verursacht als vereinbart. Emittiert er weniger, kann er Zertifikate verkaufen.
 
Joint Implementation (JI): Im Rahmen der JI vereinbaren zwei Industrieländer eine Investition des einen Landes in ein Projekt im anderen Land. Die durch dieses Projekt vermiedenen Emissionen werden dem Investor-Land gutgeschrieben.
 
Clean Development Mechanism (CDM): Ein ähnliches Instrument steht mit dem CDM zur Verfügung. Die Partner sind hier jedoch ein Industrieland (Investor) und ein Entwicklungsland.
 
Neben der Reduktion des Treibhausgasausstoßes bei Produktionsprozessen in der Industrie kommt vor allem dem Einsatz von Technologien zur Steigerung der Energieeffizienz und zur Nutzung Erneuerbarer Energien bei der Bereitstellung von Strom, Wärme und Kälte sowie im Verkehrssektor eine entscheidende Bedeutung zu. Dabei muss eine tatsächlich erfolgte Emissionsminderung nachgewiesen werden, die ohne die Durchführung des Projektes („business as usual“) nicht stattgefunden hätte. Ob die durch JI und CDM geförderten Projekte zu einer nachhaltigen Entwicklung beitragen, beurteilt das jeweilige Gastgeberland des Projektes. Weil die Umwelt- und Sozialverträglichkeit der durchgeführten Projekte bisher kaum überprüft wird, haben verschiedene Non-Profit-Organisationen den wesentlich strengeren „Gold Standard“ und den „Climate, Community and Biodiversity Standard“ (CCB) entwickelt, nachdem die Projekte zusätzlich zertifiziert werden können.
 
Quelle: http://www.nabu.de/themen/klimaschutz/internationalerklimaschutz/weltklimakonferenzen/posen2008/10326.html

 

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