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05.09.2017, 12:43

Bilanz der Umweltverbände: Verkehrs-, Agrar- und Klima­politik unter Kanzlerin Merkel ohne Weitblick. Künftige Bun­des­regierung muss um­steuern

„Mit einer Land­wirt­schaft, die die Ge­wässer verseucht, einer Verkehrs­politik, die die Luft ver­giftet und einer Klima­politik, die Wirt­schafts­interes­sen statt des Klimas schützt, liegen die Heraus­forde­rungen auf der Hand. Mit Lippen­bekennt­nissen sind die umwelt­politi­schen Krisen nicht zu bewälti­gen. In der kom­menden Legis­latur­periode müssen end­lich die Ziele, die sich die Bundes­regie­rung ge­setzt hat, in kon­krete Maßnahmen über­setzt werden. Wer jetzt erneut auf die Strate­gie der langen Bank setzt, ohne die Pro­bleme im Kern an­zu­gehen, handelt grob fahr­lässig. So ver­liert nicht nur die Um­welt­politik jede Glaub­würdig­keit, sondern die Politik ins­ge­samt“, sagte DNR-Präsi­dent Kai Niebert. ...

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Montagsspaziergänge in KL für Energiewende und Atomausstieg

Montagsspaziergang in Kaiserslautern
Montagsspaziergang in Kaiserslautern

Auch der NABU, Naturschutzbund Kaiserslautern und Umgebung rief zum sichtbaren Protest gegen die Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke auf. Als Mitinitiator beteiligten wir uns vom 01.10.2010 bis zur Landtagswahl in Rheinland-Pfalz am 27. März 2011 an den "Montagsspaziergängen" in Kaiserslautern.

Dafür haben wir 20 kleine und 4 große Schilder anfertigen lassen, die Sie unten auf den Bildern sehen können. Die kleinen Schilder hatten die Aufschrift „Kaiserslautern gegen Atomkraft“, die großen „Kaiserslautern gegen Atomkraft“ und „Montags gegen Atomkraft“.

An jedem Montag gingen wir gemeinsam um 17:30 Uhr vom Büro der GRÜNEN/des BUND (auf dem kleinen Platz Ecke Logenstr./Trippstadter Straße/ Pirmasenser Straße) durch die Fußgängerzone und wieder zurück. Das dauert etwa eine Stunde. Neben vielen Bürgerinnen und Bürgern waren unter anderem BUND, GRÜNE, ATTACK, SPD regelmäßige Akteure bei den Veranstaltungen.

Jeder Montagsspaziergang hatte 2-3 Redner aus den beteiligten Organisationen, unabhängige Bürger, einige Politiker und Führungskräfte kommunaler und regionaler Unternehmen. Danke an alle Teilnehmer und Redner.

 

Die Gründe zur Teilnahme waren zahlreich und vielfältig:

• GEGEN eine Verlängerung der Laufzeiten von Atomkraftwerken

• FÜR einen konsequenten Umbau zur dezentralen, regenerativen Energieversorgung

• GEGEN weitere radioaktive Abfälle als Erbe für unsere Nachkommen

• FÜR die bestmögliche Begrenzung des Klimawandels

• GEGEN eine Politik, die die Mehrheit seiner Bürger nicht mehr vertritt

• FÜR mehr Gerechtigkeit bei der Ressourcenverteilung, in Bezug auf Regionen und Generationen

• GEGEN die Technik-Lüge, dass weiter Atom- und Kohlekraftwerke benötigt würden

• FÜR Friedenssicherung durch Reduktion und Vorsorge bei zukünftigen Rohstoffkonkurrenzen

• ...

 

Dann kamen die Folgen des Erdbebens im japanischen Fukushima vom 11. März 2011. Die Politik, allen voran die schwarz-gelbe Koalition der Bundesregierung, geriet in zunehmenden Populismus, Oportunismus. Die Folgend waren, neben dem endlich beschlossenen Atomausstieg in Deutschland, eine Fehlförderung bei der Bioenergieförderung, die unsinnigen Regelungen für E10-Kraftstoff und ein zunehmend unkontrollierter Ausbau der Windenergie ohne Rücksicht auf Naturschutz, beispielsweise Lebensräume und Artenschutz. ...

 

Anklicken der Bilder zeigt diese in vergrößerter Darstellung.

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