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05.09.2017, 12:43

Bilanz der Umweltverbände: Verkehrs-, Agrar- und Klima­politik unter Kanzlerin Merkel ohne Weitblick. Künftige Bun­des­regierung muss um­steuern

„Mit einer Land­wirt­schaft, die die Ge­wässer verseucht, einer Verkehrs­politik, die die Luft ver­giftet und einer Klima­politik, die Wirt­schafts­interes­sen statt des Klimas schützt, liegen die Heraus­forde­rungen auf der Hand. Mit Lippen­bekennt­nissen sind die umwelt­politi­schen Krisen nicht zu bewälti­gen. In der kom­menden Legis­latur­periode müssen end­lich die Ziele, die sich die Bundes­regie­rung ge­setzt hat, in kon­krete Maßnahmen über­setzt werden. Wer jetzt erneut auf die Strate­gie der langen Bank setzt, ohne die Pro­bleme im Kern an­zu­gehen, handelt grob fahr­lässig. So ver­liert nicht nur die Um­welt­politik jede Glaub­würdig­keit, sondern die Politik ins­ge­samt“, sagte DNR-Präsi­dent Kai Niebert. ...

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Vortrag und Nachtexkursion „Lurche im Wald”

Bild: Larve des Feuersalamanders
Larve des Feuersalamanders

Der NABU besitzt am Glasbach in Diemerstein vier Teiche und eine Hütte (weitere Infos). Diese Teiche und die im Bachlauf oberhalb liegenden, ehemaligen Fischanzuchtbecken sowie der Bach und eine seitlich gelegene Quelle waren als Ziel für eine Nachtexpedition am 15.05.2007 ausgewählt.

In der mit einem Holzofen schön warm geheizten NABU-Hütte erklärte uns Christoph Bernd ab 19 Uhr in einem offenen Vortrag den Stand seiner faunistischen Feldforschungen. Christoph Berndist selbständiger Biologe mit Schwerpunkt Zoologie und führt für den NABU Kaiserslautern seit 2006 eine qualitiative Bestandsaufnahme an den Glasbachteichen durch.

Bei seinem Vortrag ist der Christoph als Leiter der AG Amphibienschutz im Saarland natürlich besonders auf die Lurche (Grün- und Braunfrösche, Molche und Salamander) und auf die Problematik durch die Signalkrebse als Neozoen in den Teichen eingegangen. Die Signalkrebse sind, wie alle nordamerikanischen Krebse, für das Einbringen der Krebspest verantwortlich. Sie sind dabei einigermaßen restistent gegen diese Pilzkrankheit, doch der ursprünglich hier vorkommende, deutsche Fluß- oder Edelkrebs wird hierdurch innerhalb kürzester Zeit in den betroffenen Regionen ausgerottet.

Auch auf die vorhandenen Fischarten und die relativ wenigen Insekten (Libellen) durch das kalte Wasser und die starke Verschattung in dem engen, bewaldeten Tal wurde kurz eingegangen.

Gegen 21.15 Uhr brachen wir mit Gummistiefeln oder Watthosen und mit Taschenlampen zur Nachtexkursion auf. Bereits am ersten Mönch begann eine ausgedehnte Jagd nach dem Signalkrebs. Im flachen Wasser beobachteten wir eine riesige Anzahl von Quappen der Erdkröte.

Die zweite, längere Station galt dem Feuersalamander. Zwar konnten wir keinen Salamander entdecken, fanden dafür aber zahlreiche Larven des gebänderten Salamandra salamandra terrestris.

Die Suche nach Bachforellen im oberen Bachlauf war leider nicht erfolgreich.

Es war eine tolle, stimmungsvolle Exkursion, die wir bestimmt auch einmal wiederholen werden.

Alle Bilder sind urheberrechtlich und nach dem "Recht am eigenen Bild" geschützt. Abgebildete Personen können die Bilder gerne in hoher Auflösung bei uns anfordern.