Politische Reise des NABU KL zur Demo „Wir haben es satt“

Mit 7 Mitgliedern fuhr der NABU Kaiserslautern nach Berlin, um am 20.01.2018 bei der Agrar-Demo gemeinsam mit ca. 40000 Bürgerinnen und Bürgern deutlich zu machen, dass es so nicht weitergehen darf!

Die industrielle Land­wirt­schaft ist die größte Be­dro­hung für unsere heimi­sche Natur. Sie ver­nich­tet den Lebens­raum vieler Tier- und Pflan­zen­arten. Und sie ge­fähr­det durch den mas­si­ven Ein­satz von Pesti­ziden und Dünge­mitteln auch unsere eige­nen Lebens­grund­lagen.

Unter dem Motto „Neue Agrarpolitik JETZT" beteiligte sich der NABU an der achten „Wir haben es satt!“-Demo in Berlin. Damit machte er auf den alarmierenden Schwund von Arten in der Agrarlandschaft aufmerksam und forderte grundlegende Reformen in der EU-Agrarpolitik.

Auftakt der Demo mit Reden und Musik war diesmal der Hauptbahnhof in Berlin. Von da aus zogen ungefähr 35.000 Menschen und 160 Traktoren und Schlepper aus ganz Deutschland durch Berlin-Mitte. Erstes Ziel war das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, denn parallel zur „Wir haben es satt“ Demonstration tagte die Agrarministerkonferenz im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Während also drinnen Agrarminister aus der ganzen Welt diskutierten, wurde draußen lautstark Alarm geschlagen für eine zukunftsfähige Agrar- und Ernährungspolitik. Mit dabei waren natürlich wie in den letzten Jahren viele NABU-Mitglieder sowie Unterstützerinnen und Unterstützern. Kreative Schilder und viele Fahnen prägten den "Blauen Block". Ein besonderes Highlight war die Marching-Band, die mit ihrem rhythmischen Trommelkonzert für warme Füße sorgten.

Nach dem bunten Trommelkonzert ging es dann weiter durch das Regierungsviertel bis zum Brandenburger Tor, wo die traditionellen Abschlusskundgebung stattfand. Unter anderem sprach NABU-Präsident Olaf Tschimpke über die dringend erforderliche Reform der EU-Agrarpolitik und forderte grundlegende neue Ziele für die Landwirtschaft. Der Zustand auf Wiesen und Feldern sei katastrophal, davor könne auch der Bauernverband und Agrarminister Schmidt nicht die Augen verschließen.


Höfe sterben, Insekten verschwinden, Tiere und Böden leiden massiv

Das Thema der Demo für 2018 war„Essen ist politisch“ und das ist passender denn je, denn jedes Jahr fließen rund 60 Milliarden Euro Fördergelder in die Finanzierung der europäischen Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP). Dieses System muss im Jahr 2020 reformiert werden – und zwar fair für die Landwirte, nachhaltig für unsere Ressourcen und effektiv für den Natur- und Artenschutz!

Wir wollen eine andere Land­wirt­schaft – natur­ver­träg­lich, art­gerecht und ohne Gift und Gen­tech­nik.

 

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