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10.11.2017, 17:07

„Hallo Jamaika: Neue Agrar­poli­tik jetzt!“

zur Abstimmung

Die industrielle Land­wirt­schaft ist die größte Be­dro­hung für unsere heimi­sche Natur. Sie ver­nich­tet den Lebens­raum vieler Tier- und Pflan­zen­arten. Und sie ge­fähr­det durch den mas­si­ven Ein­satz von Pesti­ziden und Dünge­mitteln auch unsere eige­nen Lebens­grund­lagen.

Unter dem Motto „Hallo Jamaika: Neue Agrar­poli­tik jetzt!“ haben Sie jetzt auf www.NABU.de/neueAgrarpolitik die Mög­lich­keit, sich für eine faire, ge­sun­de und natur­ver­träg­liche Land­wirt­schaft ein­zu­setzen. ...

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Wendehals im NABU-Nistkasten in der Mehlinger Heide

22.07.2017, Bericht von Frank Dohrmann

„Gerne griff ich den Vorschlag von Andreas Dein als Leiter der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Kaiserslautern auf, die Mehlinger Heide mit Nistkästen für Höhlenbrüter zu bestücken. Im Jahr 2015 hängten wir insgesamt 8 Kästen mit Lochdurchmesser 35 mm und einen mit 50 mm Einlassloch über den Westteil der Heide verteilt auf. Vor allem für den Wendhals wollten wir Brutmöglichkeiten schaffen.

Eine gemeinsam mit Andreas Dein durchgeführte Reinigung und Kontrolle der Kästen im Februar 2017 ergab: der große Kasten (50 mm Loch) wurde von Staren bebrütet, die anderen hauptsächlich von Meisen. In einem Kasten jedoch fanden wir Federn, die eindeutig auf eine Wendehalsbrut hinwiesen. Ende April hängten wir im Einflugbereich dieses Nistkastens eine Wildkamera auf. Das Ergebnis ist beeindruckend und lässt sich auf den beiliegenden Fotos bestaunen. Es gelang uns nachzuweisen, dass dort wieder ein Wendehals Paar gebrütet hat. Nahezu täglich erfasste die Kamera vom 30. April bis zum 05. Juni die ein- und ausfliegenden Vögel. Ab Anfang Juni wurde gefüttert, wie man auf dem letzten Foto erkennt. Dann war die Speicherkarte der Kamera voll.

Es freut uns, dass mit Unterstützung unserer Nistkästen der Wendhals den Lebensraum Mehlinger Heide angenommen hat. Diese seltene Spechtart wird in der Roten Liste als stark gefährdet eingestuft, ist auf Offenland-Biotope mit altem Baumbestand bzw. fertige Nisthöhlen angewiesen und ein absoluter Nahrungsspezialist. Zur Brutzeit benötigt er als Nahrung ausschließlich Ameisen. Da die Mehlinger Heide dies alles bietet, werden wir das Projekt in Zusammenarbeit mit der Unteren Naturschutzbehörde weiter verfolgen.“

Frank Dohrmann
NABU Kaiserslautern und Umgebung

 

Bilder unserer versteckten Wildkamera (Anklicken vergrößert):